Nun also doch: BMW erteilt Sebastian Vettel die Freigabe
für einen sofortigen Wechsel zu Toro Rosso.
Damit könnte der 20-Jährige theoretisch schon beim kommenden F1 Grand Prix in
Budapest wieder in einem Formel-1-Cockpit sitzen. Nach seinem Debüt beim GP in Indianapolis,
bei dem er als Ersatzfahrer für Robert Kubica als Achter einen WM-Punkt holte, übernahm
Vettel bei BWM wieder die Rolle der Nummer drei im Team. Seither bemühte
sich Toro Rosso um den deutschen Nachwuchspiloten.
Konsequente Talentförderung
Ein Wechsel scheiterte zunächst jedoch an der fehlenden Freigabe des deutschen
F1-Rennstalls. Angeblich wurden sich die Parteien nicht über eine Ablösesumme einig.
"Sebastian hat für uns als Test- und Ersatzfahrer sehr gute Arbeit geleistet. Jetzt hat er
die Chance, bei Toro Rosso ins Cockpit zu steigen. Wir haben Sebastian über Jahre
gefördert und ausgebildet. Seiner Karriere jetzt Steine in den Weg zu legen,
widerspräche unserer Auffassung von Talentförderung", erklärte
BMW-Motorsportdirektor Dr. Mario Theissen.
Glock wird Ersatzfahrer
Außerdem bestehe, was die Förderung von Vettel betrifft, zwischen den beiden Teams
"schon lange eine Partnerschaft, insofern passt die Freigabe ins Konzept." Die Rolle des
Ersatzfahrers bei BMW Sauber übernimmt der bisherige Testpilot Timo Glock. Der 25-Jährige
aus Brensbach-Wersau ist Meisterschaftsführender in der GP2-Serie und würde dort
auf einen Start verzichten, sollte er im BMW Sauber F1 Team einspringen müssen.
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